PDF-Flut statt konstruktiver Arbeitsaufträge: Warum eine stabile Lernplattform so schwierig ist.

Warum ist es nach den Erfahrungen des letzten Jahres so schwierig, eine stabile Lernplattform anzubieten? Kaum eine Lernplattform oder ein „Lern-Managementsystem“, wie es korrekt heißt, ist auch in diesem zweiten Lockdown nicht schon ausgefallen. Man muss zwar einräumen, dass die meisten Plattformen seinerzeit auch nicht für Hundertausende Zugriffe gleichzeitig konzipiert worden sind – aber hätte man genau für diesen Zweck nicht in der Zwischenzeit ein geeignetes Portal entwickeln können? Oder hat man schlicht ignoriert, welche Schwierigkeiten es gab?

Was soll eine Lernplattform überhaupt leisten? Welche Kriterien sollten bei der Auswahl eines Systems berücksichtigt werden? Wer ist für den Datenschutz verantwortlich?

Funktionieren die Lernplattformen in geeigneter Form, sind sie eine wichtige Unterstützung für das Lernen zu Hause und können darüber hinaus auch den Präsenzunterricht mit neuen digitalen Formaten bereichern. Vor der Coronakrise waren Lernplattformen kein Thema. Man hat einige entwickelt, Systeme konzipiert, Testphasen durchgeführt und versucht, den Ruf nach Digitalisierung in der Schule zu überhören. Von daher wundert es vielleicht nicht, dass Deutschland großen Nachholbedarf beim Digitalunterricht hatte und hat. Corona hat ein Beben ausgelöst. Als bei Ausbruch der Coronakrise die Schulen plötzlich schließen mussten, wurden Arbeitsvorgänge wichtig, die bis dahin auf den Plattformen keine Rolle gespielt hatten; keiner hat damit gerechnet, dass die Schulen vollständig schließen würden und man brauchte kurzfristig ein Programm zur Bewältigung der Krise. Man muss unterschieden zwischen den Anforderungen, die man an die Schulen jetzt, in der Coronazeit stellt und dem, worauf es in der Zeit danach ankommt.

Die Lernplattform in der Corona-Krise

Jetzt muss auf einer Lernplattform vor allem eine Kommunikation möglich sein, denn die fehlt den Schülern am meisten. Schon im ersten Lockdown bestand die große Herausforderung darin, Kontakt zu den Schülern zu halten – und natürlich muss auch ein Austausch zwischen Lehrkräften und Eltern und unter Schülern geschaffen werden. Die Schüler leiden darunter, dass sie einzeln abgeschottet vor den Bildschirmen sitzen, ihre Mitschüler sehen und doch nicht mit ihnen sprechen können. Die Kommunikation findet immer nur einseitig vom Schüler zum Lehrer und umgekehrt statt.

Die Lernplattform nach der Corona-Krise

Bisher wurde der analoge Unterricht einfach auf die digitale Ebene verschoben: Eine Schulstunde Klassenunterricht wurde zu einer (meist endlos langweiligen) Schulstunde Videokonferenz. Die Aufgaben werden von den Lehrern hochgeladen, von allen, die ein digitales Endgerät besitzen, runtergeladen, und von denen, die einen Drucker zuhause haben, ausgedruckt. Dann werden die Blätter bearbeitet und im besten Fall eingescannt und an die Lehrer gesendet, im schlechtesten Fall nicht bearbeitet. Der Lehrer kontrolliert innerhalb einer gewissen Wartezeit – oder auch nicht, wie von einer Schule zu hören war, die im Elternbrief ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass eine individuelle Hausaufgabenkontrolle nicht zu leisten ist. Das Feedback der Lehrer interessiert die Kinder je nach Einstellung zur Schule mehr oder weniger stark. Verbesserungen finden nicht statt.

Solche PDF-Fluten nutzen keinem Schüler etwas. Sie sind sicher nicht zukunftsweisend, denn die Kinder lernen dadurch kein selbständiges Arbeiten, sondern höchstens, wie sie sich den Anforderungen am geschicktesten entziehen können – oder wie man die Aufgaben im Klassenchat am leichtesten lösen kann. Das kann also höchstens eine Notlösung für den Augenblick sein. Es fehlt zum Beispiel weiterhin der Aspekt der Zusammenarbeit. Wie könnte digitale Gruppenarbeit aussehen, wenn Kinder von unterschiedlichen Standorten aus ein Dokument gemeinsam bearbeiten? Wie lassen sich auf einer Plattform außerschulische Orte oder Experten in den Unterricht holen? Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel eine thematisch passende Ausstellung virtuell besuchen. Oder ein Experte (z. B. beim Thema Feuer in der Grundschule der Feuerwehrmann) wird digital zum Unterricht eingeladen.

Mündliche Prüfungen auf Lernplattformen 

Die bisher gängige Leistungserhebung, bei der die Schüler in einem Klassenraum sitzen und per Hand eine Arbeit schreiben, ist ja im Distanzunterricht nicht möglich. Man braucht daher Alternativen: Es könnten Prüfungen in Kleingruppen stattfinden und neue Formate für mündliche Prüfungen. Einige Tools bieten Warteräume oder extra Zonen an, in denen Einzelgespräche möglich sind, während die anderen Schüler weiterarbeiten. Auch erweiterte, fächerübergreifende Prüfungssituationen könnten vor allem für die höheren Klassen entwickelt werden.

Wäre es nicht möglich, wenn zum Beispiel ein Schüler ein Projekt in Musik einem Musiker in Großbritannien vorstellt und mit ihm darüber auf Englisch diskutiert? So hat man zugleich eine Musik- und eine Englischprüfung. Die Lehrkräfte bewerten das Gespräch und können auf einen externen Experten zurückgreifen.

Fehlende digitale Lerninhalte

Derzeit gibt es noch nicht genügend qualitativ zufriedenstellende Inhalte für digitale Lernplattformen. Der Distanzunterricht wird mit Materialien aus dem analogen Unterricht geführt, was zu der angesprochenen PDF-Flut führt. Die Verlage haben bisher nur unzureichende digitale Lehrmittel entwickelt und im Internet findet man nur wenig hochwertige digitale Lernportale. Ein mit Werbung überflutetes Portal wie bspw. der Schlaukopf, der deutschlandweit von den Kindern gerne genutzt wird, weil sie auf dem Computer nicht ernstzunehmende Testsituationen simulieren können und ihre Eltern dann überzeugen. dass sie „gut“ seien, ist ungeeignet für nachhaltiges digitales Lernen und Arbeiten. Es wäre wünschenswert, dass die Schulen, die Schulleiter oder Interessenvertreter jeweils für das Bundesland zuständige Gremien bilden, die sich die Mühe machen, die angebotenen digitalen Lernportale zu überprüfen und auch den Eltern zu empfehlen.

Es muss jedenfalls nach Lösungen gesucht werden, damit in der Nach-Coronazeit nicht schon wieder ein digitales Niemandsland entsteht und Deutschland Schritt für Schritt zurückfällt, obwohl es die finanziellen Ressourcen für Entwicklungen aufbringen könnte.

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V.K.

V.K.April

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jetzt ist es an der Zeit endlich DANKE zu sagen für die tollen Materialien, die Sie ausarbeiten.
Meine Tochter hat tolle Erfolge dank „schule-mit-erfolg“ erzielt. Das wäre sicherlich nur mit den Schulübungen nicht möglich gewesen.
Viele Grüße und vielen Dank nochmal

S. T. Juli

Ich schreibe Ihnen, weil ich eine lustige Anekdote erzählen wollte. Als wir T. im Dezember gefragt haben, was er sich zu Weihnachten wünscht, meinte er: „Ich möchte, dass wir Frau Dr. Droemer behalten!“ Das ist doch ein tolles Kompliment von einem 12jährigen, oder?

A. M. Februar

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